Worte, die gut tun


An dieser Stelle der Internetseite finden Sie Worte, die gut tun. Seien es verschiedene Worte direkt auf dieser Seite, seien es Predigten, Krippenspiele oder auch verschiedene Texte zu allen möglichen Fragen des Glaubens.
 
       
 
 
"Siehe, ich habe dir geboten,
dass du getrost
und unverzagt seist.
Lass dir nicht grauen
und entsetze dich nicht;
denn ich, der Herr, dein Gott,
bin bei dir,     
wohin du auch gehst."
(Jos. 1,9)
 
                              
Nicht weil es so schwer ist,
wagen wir es nicht,
weil wir es nicht wagen,
ist es so schwer.
(Seneca, um 50. n. Chr.)
 
 
          
Was ist heilig?
 
... Ein Spaziergang, eine Joggingrunde, ein Tee.
Alles, was ich genieße, ist heilige Zeit.
Heilig ist, was der Welt entzogen ist.
Worüber die Welt keine Macht hat.
Wo ich lebe, anstatt gelebt zu werden.
(Anselm von Grün, Interview in der Zeit (Dez. 2018))
          
 
 
Gott sei Dank
 
Meine Mutter sagt:
Du bist zu klein.
Der Lehrer meint:
Du bist schwer von Begriff.
Der Pfarrer schimpft:
Du bist verdorben.
Meine Kameraden lachen:
Du hast verloren.
Der Berufsberater weiss:
Du bist nicht geeignet.
Der Meister bestimmt:
Der andere ist besser.
Der Leutnant brüllt:
Du hast keine Haltung.
Gott sagt:
Du bist mir ähnlich.
Gott sei Dank.
(Urs Boller, Schweizer reform. Pfarrer)
 
         
Niemand wird geboren,
um einen anderen Menschen zu hassen.
Menschen müssen zu hassen lernen
und wenn sie zu hassen lernen können,
dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben,
denn Liebe empfindet das menschliche Herz
viel natürlicher als ihr Gegenteil.
(Nelson Mandela)
             
 
Die Tür
 
Ich komme an eine geschlossene Tür.
Das Schlüsselloch gewährt eine Ahnung,
dass es dahinter etwas gibt.
Die Türklinke erzählt,
dass sie schon vielen Händen nachgegeben hat.
Ich zögere, doch gibt es kein Zurück.
Auch meine Hand geht nach vorne.
 
Herr, gib uns die Mut, verschlossene Türen zu öffnen
und schenke uns einen neuen Raum.
 
 
  
Jeden Tag geht dir die Sonne auf,
jeden Abend geht eine Welt dir unter.
Jeder Morgen ist Schöpfungsmorgen.
Bleib fromm. Werd´ frei. Leb´  fröhlich.
Lies´ täglich. Bet´ innerlich.
(Friedrich Schorlemmer)  
 
 
Ich glaube, dass Gott aus allem,
auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
 
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage
so viel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im Voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst verlassen.
In einem solchen Glauben
müsste alle Angst vor der Zukunft
überwunden werden.
 
Ich glaube, dass auch unsere Fehler
und Irrtümer nicht vergeblich sind
und dass es Gott nicht schwerer ist,
mit ihnen fertig zu werden,
als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten
wartet und antwortet.
(Dietrich Bonhoeffer (1942))
 
 
 
Als mein Gebet immer andächtiger
und innerlicher wurde,
da hatte ich immer weniger
und weniger zu sagen.
Zuletzt wurde ich ganz still.
 
Ich wurde, was womöglich ein noch größerer Gegensatz zum Reden ist,
ich wurde ein Hörer.
 
Ich meinte erst, Beten sei Reden.
Ich lernte aber,
dass Beten nicht bloß Schweigen ist,
sondern Hören.
 
So ist es:
Beten heißt nicht,
sich selbst reden hören,
beten heißt,
still werden
und still sein
und warten, 
bis der Betende Gott hört.
(Sören Kierkegaard)