Wir freuen uns, wenn Sie in unserer Gemeinde heiraten möchten.
Im Mittelpunkt einer evangelischen Trauung stehen drei Dinge:
Das Erste ist das Bekenntnis der beiden Ehepartner zueinander. So sagt in der Trauung der eine zum anderen: "Ich will mit zur zusammen sein, solange ich lebe." Dabei geht es in einer christlichen Ehe nicht nur darum, sein Leben mit einem anderen Menschen ein Leben lang zu teilen, sondern es geht in ihr auch um die Qualität einer solchen Beziehung. So lebt eine christliche Ehe von der gegenseitigen Achtung und dem Respekt, den der eine für den anderen erweist und von der Liebe, die einer dem anderen schenkt.
Das Zweite ist der Segen Gottes. Gott spricht dem Brautpaar in seinem Segen zu: "Ich freue mich, dass ihr euren Lebensweg gemeinsam teilt und begleite euch auf eurem Weg mit meiner Kraft!". Gottes Segen heißt nicht, dass immer alles gut geht. Aber er heißt, dass Gott uns hilft, dass in unserem Leben sowohl aus dem Gutem wie auch aus dem Schlechtem Liebe wachsen kann. Und auf ein solches Wachsen der Liebe sind wir immer wieder angewiesen.
Und das Dritte ist die Fürbitte der Gemeinde, mit der die Anwesenden das Brautpaar begleitet. Kein Mensch lebt für sich allein. Auch kein Paar lebt für sich allein. Wir Menschen leben von und mit den Menschen, die es gut mit uns meinen. Im Gebet für das Brautpaar bringen die Menschen, die das Brautpaar bei der Feier begleiten, ihre Unterstützung für das Brautpaars vor Gott.

Der Kern einer christlichen Ehe liegt in der Liebe. Doch gibt es ganz unterschiedliche Vorstellungen von dieser Liebe. Die Schriftstellerin Anne Morrow Lindbergh schreibt:
Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die gleiche Art. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten von uns fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten der Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, die Flut würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab - in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen Bewegung sind.
Die Liebe ist nicht fest und starr, sondern sie verändert sich. Doch trotz aller Veränderungen bringt sie unser Leben zum Blühen. Ja, erst durch die Liebe finden wir zu uns selbst und zu anderen Menschen. Darum ist die Liebe auch das Wertvollste in unserem Leben. Der Apostel Paulus schreibt in der Bibel:
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit. (I. Kor. 13, 1-6)
Im Philipperbrief heißt es:
"Seid eines Sinnes, habt gleiche Liebe, seid einmütig und einträchtig. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht." (Phil. 2, 2b-5)
Die Liebe ist nach der Bibel nicht nur ein Gefühl, sondern sie durchdringt uns als ganze Person. Dabei zeigt sie sich sowohl in der Haltung, mit der wir einander als Menschen begegnen, wie auch in unserem Tun.

Hochzeitstermine werden oft langfristig geplant. Da ist es gut, auch rechtzeitig mit dem Pfarramt Kontakt aufzunehmen (Tel: 007622 / 669051) und dort den Termin abzuklären. Ist die Kirche zu diesem Zeitpunkt frei (oder findet dort zu dem gewünschten Termin bereits eine andere Hochzeit statt?)? Ist die Pfarrerin / der Pfarrer vor Ort (oder ist gerade Urlaubszeit oder eine Fortbildung?)? Je nachdem, wann die Hochzeit stattfindet, können Sie dabei auch bereits einen Termin für ein Traugespräch mit der Pfarrerin / dem Pfarrer ausmachen.
Um eine kirchliche Trauung herum entstehen viele Fragen: angefangen von den Blumen und den Liedern, bis hin zu besonderen Wünschen bei der Gestaltung des Hochzeitsgottesdienstes. Auch andere Fragen spielen eine Rolle: Soll es einen Ringwechsel im Gottesdienst geben? Welcher Trauspruch ist gewünscht? Gehören beide Eheleute der evangelischen Kirche an oder soll z.B. eine ökumenische Trauung stattfinden? Im Traugespräch ist für all´ diese Fragen Platz.
Der Trauspruch ist ein Vers aus der Bibel, der Sie als Ehepaar auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleitet. Es ist schön, gemeinsam miteinander einen solchen Bibelvers zugesprochen zu bekommen. Viele Ehepaare tragen diesen Spruch in ihrem Herzen und er begleitet sie auch durch schwierige Situationen. Sie können den Trauspruch selbst auswählen, wenn Sie dies wollen. Eine Auswahl von Trausprüchen finden Sie hier auf der Seite unter "Mögliche Trausprüche".
Voraussetzung für eine kirchliche Trauung ist, dass Sie zuvor standesamtlich geheiratet haben. Viele Brautpaare legen Standesamt und kirchliche Trauung zeitlich zusammen, andere Paare trennen beide Termine. Wenn sie bereits standesamtlich geheiratet haben, können Sie das Stammbuch zum Traugespräch mitbringen, ansonsten müssen Sie das Stammbuch (oder eine Hochzeitsurkunde vom Standesamt) zur Trauung mitbringen. Wenn Sie dies möchten, wird im Stammbuch nach der Hochzeit Ihre kirchliche Trauung eintragen. Eine weitere Voraussetzung für eine evangelische Trauung ist, dass mindestens einer der Ehepartner der evangelischen Kirche angehört.
Ist einer der Eheleute evangelisch und der andere katholisch, so kann eine Trauung auch ökumenisch stattfinden. In diesem Fall ist es wichtig, frühzeitig mit dem katholischen Pfarramt Kontakt aufzunehmen (um den Termin abzuklären). Bei einer ökumenischen Trauung wirken ein evangelischer Pfarrer / eine evangelische Pfarrerin und ein katholischer Priester bei der Hochzeit mit. Eine ökumenische Trauung wird nach katholischem Verständnis auch von der katholischen Kirche als einer katholischen Trauung gleichwertig anerkannt.
Wenn Sie aus unserer Gemeinde stammen und an einem anderen Ort heiraten wollen, bitten wir Sie, mit dem Pfarramt hier vor Ort Kontakt aufzunehmen. Ist die gewünschte Traukirche z.B. nicht zu weit entfernt, kann es sein, dass die Pfarrerin / der Pfarrer mit Ihnen zusammen dorthin reist, wenn Sie dies möchten (z.B. innerhalb des Kirchenbezirks Markgräflerland). Ist die Trauung weiter entfernt, so können Sie sich von Ihrem Heimatpfarramt einen so genannten Entlass-Schein ausstellen lassen. Mit diesem Entlass-Schein können Sie dann mit der Pfarrerin / dem Pfarrer vor Ort Kontakt aufnehmen.
Da mindestens einer der Ehepartner Mitglied der evangelischen Kirche ist, ist die Trauung für Sie mit keinerlei Kosten verbunden. Sollten Sie jedoch besondere Wünsche z.B. betreffs der Musik haben, so dass z.B. der Organist / die Organistin mit einem Sänger/Sängerin üben muss, sollten Sie dem Organisten dafür etwas Geld zukommen lassen. Auch wenn Sie bei dem Blumenschmuck besondere Wünsche haben, liegt die Verantwortung für den Blumenschmuck bei Ihnen.
Mögliche Trausprüche:
Als Trauspruch ist jeder Vers aus der Bibel möglich. Eine mögliche Auswahl von Trausprüchen finden Sie hier:
Aus dem Alten Testament:
und dich segnen." (1. Buch Mose; 26, 3)
Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
(4. Buch Mose; 6, 24-26)
Seid getrost und unverzagt,
fürchtet euch nicht und laßt euch nicht vor ihnen grauen;
denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir ziehen
und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen.
(5. Buch Mose; 31,6)
So spricht der Herr:
"Siehe, ich habe dir geboten,
da du getrost und unverzagt seist." (Josua 1,9)
Wo du hingehst, da will ich auch hingehen;
wo du bleibst, da bleibe ich auch.
(Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Wo du stirbst, da sterbe ich auch,
da will ich auch begraben werden.
Der Herr tue mir dies und das, der Tod mu mich und dich scheiden.)
(Ruth 1,16f)
Du bist gekommen zu dem Herrn,
da du unter seinen Flügeln Zuversicht hättest. (Ruth 2, 12)
Denn des Herrn Augen schauen alle Lande,
da er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. (2. Chronik 16,9)
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser. (Ps. 23, 1-2)
Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. (Ps. 36, 6)
Befiel dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn,
er wird´s wohl machen. (Ps. 37, 5)
Du Herr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden;
la deine Güte und Treue allewege mich behüten. (Ps. 40, 12)
Gott sei uns gnädig und segne uns,
er lasse sein Antlitz leuchten, da man auf Erden erkenne seinen Weg,
unter allen Heiden sein Heil. (Ps. 67, 2f)
Von allen Seiten umgibst du mich
und hälst deine Hand über mir. ( Ps. 139, 5)
Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel auf deinen Arm.
Denn Liebe ist stark wie der Tod
und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich.
Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn. (Hohelied 8,6)
So ist´s ja besser zu zweit als allein;
denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe.
Fällt einer von ihnen, so hilft ihm der andere auf.
Weh dem, der allein ist, wenn er fällt!
Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft.
(Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich;
wie kann ein einzelner warm werden?
Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen,
und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.)
(Prediger 4, 9-12)
Gott spricht: "Ich wei wohl, was für Gedanken ich über euch habe:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides,
da ich euch gebe Zukunft und Hoffnung." (Jer. 29,11)
Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen;
aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr, dein Erbarmer. (Jesaja 54,10)
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
und was der Herr von dir fordert,
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben
und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)
Aus dem Neuen Testament:
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch das alles zufallen. (Matth. 6, 33)
so wird euch das alles zufallen. (Matth. 6, 33)
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen. (Matth. 18, 20)
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh. 8, 12)
Ein neues Gebot gebe ich euch,
dass ihr euch untereinander liebt,
wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13, 34)
Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch eine andere Kreatur kann uns scheiden von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Röm. 8,38)
Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.
(Röm 15, 7)
Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden
im Glauben, dass ihr immer reicher werdet
an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes. (Röm 15, 13)
Einen anderen Grund kann niemand legen als den,
der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (I. Kor. 3, 11)
Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. ( I. Kor. 10, 24)
Wenn ich prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse
und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so da ich Berge versetzen könnte,
und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. (I. Kor. 13,2)
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die Größte unter ihnen. ( I. Kor. 13, 13)
Alle eure Dinge laßt in der Liebe geschehen. (I. Kor. 16, 14)
Einer trage des andern Last,
so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal. 6, 2)
So macht meine Freude dadurch vollkommen,
dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt,
einmütig und einträchtig seid.
(Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen,
sondern in Demut achte der eine den anderen höher als sich selbst
und ein jeder sehe nicht auf das Seine,
sondern auch auf das, was dem anderen dient.) (Phil. 2, 2-4)
Der Herr ist treu; er wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.
Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes
und auf die Geduld Christi.(2. Thess. 3.5)
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (II. Tim. 1,7)
Dienet einander, ein jeder mit der Gabe,
die er empfangen hat, als die guten Haushalter
der mancherlei Gnade Gottes. (I. Petr. 4, 10)
Werft euer Vertrauen nicht weg, denn es findet reichen Lohn. (Hebr. 10, 35)
Ihr Lieben, hat uns Gott geliebt,
so sollen wir uns auch untereinander lieben.
(I. Joh. 4, 11)
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
(I. Joh. 4, 16)
