Dieser Gottesdienst wurde am Sonntag, den 12. Juli 2020 in Maulburg gefeiert.
Orgelvorspiel
Gnade und Friede sei mit euch, von Gott unserem Herrn.
Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst heute am fünften Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest. Vom Kirchenjahr her ist dieser Sonntag mit dem Thema der Nachfolge verbunden. Es geht dabei um die Frage, welche Erfahrungen uns Mut machen, so dass wir uns auf Neues einlassen ... und welche Erfahrungen uns die Hoffnung rauben, so dass wir keinen Schritt mehr weiter wollen. Wir hören dazu eine Nachfolgegeschichte aus dem Lukasevangelium, in der Petrus sein blaues Wunder erlebt.
Gnade und Friede sei mit euch, von Gott unserem Herrn.
Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst heute am fünften Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest. Vom Kirchenjahr her ist dieser Sonntag mit dem Thema der Nachfolge verbunden. Es geht dabei um die Frage, welche Erfahrungen uns Mut machen, so dass wir uns auf Neues einlassen ... und welche Erfahrungen uns die Hoffnung rauben, so dass wir keinen Schritt mehr weiter wollen. Wir hören dazu eine Nachfolgegeschichte aus dem Lukasevangelium, in der Petrus sein blaues Wunder erlebt.
Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Die Orgel erklingt mit der Melodie des Liedes "Gib uns Ohren, die hören". Der Liedtext wird dazu vorgelesen:
Gib uns Ohren die hören
und Augen, die sehn
und ein weites Herz, andre zu versteh´n
Gott, gib uns Mut, unsre Wege zu geh´n. (NL 42)
Lasst uns beten:
Barmherziger Gott
manchmal sind wir in diesen Corona-Zeiten einfach nur noch müde
und haben von allem die Nase voll.
„Keinen Schritt weiter!" sagen wir dann zu uns selbst,
weil uns jede Kraft fehlt.
Aber dann sagt jemand ein freundliches Wort zu uns
und unser Blick hebt sich wieder.
Dann malt jemand ein Bild der Hoffnung in unser Herz
und unsere Augen fangen wieder an zu leuchten.
Dann geht uns jemand einen Schritt voraus,
und unsere Füße machen sich wie von selbst auf den Weg.
Sprich du Gott, ein solches freundliches Wort zu uns.
Male uns ein Bild der Hoffnung in unser Herz
und gehe uns einen Schritt voraus.
Damit wir dir nachfolgen können
und so das Leben finden.
Jetzt und alle Zeit. Amen.
Barmherziger Gott
manchmal sind wir in diesen Corona-Zeiten einfach nur noch müde
und haben von allem die Nase voll.
„Keinen Schritt weiter!" sagen wir dann zu uns selbst,
weil uns jede Kraft fehlt.
Aber dann sagt jemand ein freundliches Wort zu uns
und unser Blick hebt sich wieder.
Dann malt jemand ein Bild der Hoffnung in unser Herz
und unsere Augen fangen wieder an zu leuchten.
Dann geht uns jemand einen Schritt voraus,
und unsere Füße machen sich wie von selbst auf den Weg.
Sprich du Gott, ein solches freundliches Wort zu uns.
Male uns ein Bild der Hoffnung in unser Herz
und gehe uns einen Schritt voraus.
Damit wir dir nachfolgen können
und so das Leben finden.
Jetzt und alle Zeit. Amen.
Wir hören auf Worte aus dem 5. Kapitel des Lukasevangeliums. Dort heißt es:
Als Jesus am Ufer des Sees Genezareth stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah Jesus zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.
Der Herr lässt sein Heil verkünden
vor den Völkern macht er offenbar seine Gerechtigkeit. Halleluja. (Psalm 98,2)
Freie Orgelmeditation
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Gott segne Reden und Hören. Amen.
Liebe Gemeinde
Was für eine Geschichte! Eben noch die ganze Nacht gearbeitet, ohne jeden Erfolg, dann, am Morgen, während man noch mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt ist, in Gedanken schon halb zu Hause, einem Mann geholfen, der plötzlich mit allen möglichen Leuten aufgetaucht war und dann, als auch das erledigt ist und man endlich nach Hause ins Bett könnte, noch dies: der Mann, dem man freundlicherweise geholfen hat, entpuppt sich als Besserwisser und drückt einem die gleiche alte Arbeit auf, die man schon die ganze Nacht vergeblich gemacht hat. Was meinen Sie? Hätten Sie sich darauf eingelassen?
Manchmal ja. Manchmal ist man ja so dumm und lässt sich zu allem Möglichen überreden, nur weil der andere freundlich zu einem ist ... oder man selbst ist müde und es fehlt einem die Kraft, zu widersprechen. Ja, manchmal macht man so etwas, auch wenn einem die eigenen Erfahrungen sagen: das hat keinen Sinn. Mitten am Tag, wenn die Sonne auf das Wasser scheint, verstecken sich die Fische am Grund. Da braucht man die Netze gar nicht erst auszuwerfen. Da ist alles nur vergebliche Liebesmüh.
Erfahrungen wie diese gehören zu den Schätzen von uns Menschen. Nicht die aus zweiter Hand, sondern die eigene Erfahrungen. Sie verleihen uns die notwendige Sicherheit, damit wir nicht vor jeder neuen Aufgabe zittern, sie machen uns stark, denn dank unserer Erfahrungen macht uns so schnell keiner etwas vor; und sie machen uns klug. Warum sich die Finger zweimal bei der gleichen Sache verbrennen, wenn man es doch besser weiß?
Erfahrungen wie diese begrenzen aber auch unseren Horizont. Wir können uns nur noch das vorstellen, was wir selbst schon einmal so ähnlich erlebt haben. So sparen wir uns manche Wege. Warum sich noch bemühen, wenn es sowieso nichts bringt? Bis wir am Ende auf den immer gleichen Wegen gehen, die wir uns im Laufe des Lebens gebahnt haben.
Auch Petrus ist in der Geschichte des heutigen Sonntags ein Gefangener seiner Erfahrungen. Die ganze Nacht hat er schon ohne Erfolg seine Netze ausgeworfen. Was soll es dann - mitten am Tag - noch bringen? Oder würden Sie, wenn Sie ihr ganzes Leben lang mit der rechten Hand geschrieben haben, auf die linke Hand wechseln, nur weil ihnen der eine, entscheidende Brief, an dem Sie gerade sitzen, nicht gelingt und irgendein Schlaumeier ihnen das gesagt hat?
Petrus lässt sich darauf ein. Das ist für mich das Erstaunliche an dieser Geschichte. Gegen seine langjährigen Erfahrungen als Fischer fährt er mit diesem Jesus, den er kaum kennt und der aus der fachfremden Holzindustrie kommt, auf den See. Warum macht er das?
Weil - so könnte man vermuten - er mit diesem Mann, diesem Fremden - schon Erfahrungen gemacht hat, ganz erstaunliche Erfahrungen sogar. Denn, so erzählt das Lukasevangelium, dieser Fremde, der da vor ein paar Tagen nach Kapernaum kam, der in der Synagoge predigte und dort einen Mann heilte, der von einem bösen Geist besessen war, dieser Mann kam auch ins Haus von Petrus und heilte dort die Schwiegermutter von Petrus. Petrus war dem Mann also noch etwas schuldig.
Auch darum machen wir Menschen ja immer wieder alles Mögliche. Um unsere Schuld auszugleichen.
Aber da ist noch mehr. Petrus überträgt seine Erfahrungen vom einen auf das andere. Vielleicht denkt er ja: Wenn dieser Mann, dieser Jesus, meiner Schwiegermutter helfen konnte, dann kann er vielleicht auch mir helfen? Obwohl ich gar nicht krank bin und ich ein ganz anderes Problem habe? Auch das lassen Erfahrungen zu: dass wir sie übertragen, von einem Ort auf einen anderen. So vertraut Petrus auf das Wort von Jesus und am Ende sind seine Netze voll. So voll, dass ein Boot allein gar nicht ausreicht. Kein Wunder, dass er erschrickt. Ebenso wie die Männer, die mit ihm auf dem Boot sind. So etwas haben sie noch nie erlebt. Es ist gegen alle ihre Erfahrungen. Aber es ist schön. Es macht Hoffnung. Und es lässt sie wieder lebendig werden.
So lassen sie sich darauf ein, mit diesem Fremden mitzugehen. Wer weiß, denken sie vielleicht, was wir mit ihm noch alles erleben? Welcher Fischzug uns noch gelingt, wenn wir jetzt Menschen fischen, was auch immer das bedeuten mag? Denn wer glaubt schon, dass Petrus und die anderen, die damals mit Jesus mitgingen, gleich alles verstanden, was Jesus wollte? Nein. Trotzdem gehen sie mit. Weil ihre Erfahrungen ihnen sagte: ihm können wir vertrauen.
Liebe Gemeinde
um Erfahrungen ging es heute: um Erfahrungen des Scheiterns, die uns ängstlich machen, so dass wir uns immer weiter in uns zurückziehen. Und um Erfahrungen des Vertrauens, die uns Mut machen, einen Schritt über das hinauszugehen, was wir schon kennen.
Dabei ermuntert uns die heutige Geschichte aus der Bibel, uns nicht zum Sklaven unserer negativen Erfahrungen zu machen, sondern im Vertrauen auf Jesus hin und wieder auch einen Fischzug gegen unsere Erfahrungen zu wagen - denn schließlich sind nicht unserer Erfahrungen der Maßstab aller Dinge, sondern Gott, der mit seiner Kraft jeden Tag neues Leben schafft. Und wer weiß, vielleicht erleben wir so ja auch unser eigenes blaues Wunder, so wie Petrus und seine Freunde in dieser Geschichte? Amen.
Als Jesus am Ufer des Sees Genezareth stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah Jesus zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.
Der Herr lässt sein Heil verkünden
vor den Völkern macht er offenbar seine Gerechtigkeit. Halleluja. (Psalm 98,2)
Freie Orgelmeditation
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Gott segne Reden und Hören. Amen.
Liebe Gemeinde
Was für eine Geschichte! Eben noch die ganze Nacht gearbeitet, ohne jeden Erfolg, dann, am Morgen, während man noch mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt ist, in Gedanken schon halb zu Hause, einem Mann geholfen, der plötzlich mit allen möglichen Leuten aufgetaucht war und dann, als auch das erledigt ist und man endlich nach Hause ins Bett könnte, noch dies: der Mann, dem man freundlicherweise geholfen hat, entpuppt sich als Besserwisser und drückt einem die gleiche alte Arbeit auf, die man schon die ganze Nacht vergeblich gemacht hat. Was meinen Sie? Hätten Sie sich darauf eingelassen?
Manchmal ja. Manchmal ist man ja so dumm und lässt sich zu allem Möglichen überreden, nur weil der andere freundlich zu einem ist ... oder man selbst ist müde und es fehlt einem die Kraft, zu widersprechen. Ja, manchmal macht man so etwas, auch wenn einem die eigenen Erfahrungen sagen: das hat keinen Sinn. Mitten am Tag, wenn die Sonne auf das Wasser scheint, verstecken sich die Fische am Grund. Da braucht man die Netze gar nicht erst auszuwerfen. Da ist alles nur vergebliche Liebesmüh.
Erfahrungen wie diese gehören zu den Schätzen von uns Menschen. Nicht die aus zweiter Hand, sondern die eigene Erfahrungen. Sie verleihen uns die notwendige Sicherheit, damit wir nicht vor jeder neuen Aufgabe zittern, sie machen uns stark, denn dank unserer Erfahrungen macht uns so schnell keiner etwas vor; und sie machen uns klug. Warum sich die Finger zweimal bei der gleichen Sache verbrennen, wenn man es doch besser weiß?
Erfahrungen wie diese begrenzen aber auch unseren Horizont. Wir können uns nur noch das vorstellen, was wir selbst schon einmal so ähnlich erlebt haben. So sparen wir uns manche Wege. Warum sich noch bemühen, wenn es sowieso nichts bringt? Bis wir am Ende auf den immer gleichen Wegen gehen, die wir uns im Laufe des Lebens gebahnt haben.
Auch Petrus ist in der Geschichte des heutigen Sonntags ein Gefangener seiner Erfahrungen. Die ganze Nacht hat er schon ohne Erfolg seine Netze ausgeworfen. Was soll es dann - mitten am Tag - noch bringen? Oder würden Sie, wenn Sie ihr ganzes Leben lang mit der rechten Hand geschrieben haben, auf die linke Hand wechseln, nur weil ihnen der eine, entscheidende Brief, an dem Sie gerade sitzen, nicht gelingt und irgendein Schlaumeier ihnen das gesagt hat?
Petrus lässt sich darauf ein. Das ist für mich das Erstaunliche an dieser Geschichte. Gegen seine langjährigen Erfahrungen als Fischer fährt er mit diesem Jesus, den er kaum kennt und der aus der fachfremden Holzindustrie kommt, auf den See. Warum macht er das?
Weil - so könnte man vermuten - er mit diesem Mann, diesem Fremden - schon Erfahrungen gemacht hat, ganz erstaunliche Erfahrungen sogar. Denn, so erzählt das Lukasevangelium, dieser Fremde, der da vor ein paar Tagen nach Kapernaum kam, der in der Synagoge predigte und dort einen Mann heilte, der von einem bösen Geist besessen war, dieser Mann kam auch ins Haus von Petrus und heilte dort die Schwiegermutter von Petrus. Petrus war dem Mann also noch etwas schuldig.
Auch darum machen wir Menschen ja immer wieder alles Mögliche. Um unsere Schuld auszugleichen.
Aber da ist noch mehr. Petrus überträgt seine Erfahrungen vom einen auf das andere. Vielleicht denkt er ja: Wenn dieser Mann, dieser Jesus, meiner Schwiegermutter helfen konnte, dann kann er vielleicht auch mir helfen? Obwohl ich gar nicht krank bin und ich ein ganz anderes Problem habe? Auch das lassen Erfahrungen zu: dass wir sie übertragen, von einem Ort auf einen anderen. So vertraut Petrus auf das Wort von Jesus und am Ende sind seine Netze voll. So voll, dass ein Boot allein gar nicht ausreicht. Kein Wunder, dass er erschrickt. Ebenso wie die Männer, die mit ihm auf dem Boot sind. So etwas haben sie noch nie erlebt. Es ist gegen alle ihre Erfahrungen. Aber es ist schön. Es macht Hoffnung. Und es lässt sie wieder lebendig werden.
So lassen sie sich darauf ein, mit diesem Fremden mitzugehen. Wer weiß, denken sie vielleicht, was wir mit ihm noch alles erleben? Welcher Fischzug uns noch gelingt, wenn wir jetzt Menschen fischen, was auch immer das bedeuten mag? Denn wer glaubt schon, dass Petrus und die anderen, die damals mit Jesus mitgingen, gleich alles verstanden, was Jesus wollte? Nein. Trotzdem gehen sie mit. Weil ihre Erfahrungen ihnen sagte: ihm können wir vertrauen.
Liebe Gemeinde
um Erfahrungen ging es heute: um Erfahrungen des Scheiterns, die uns ängstlich machen, so dass wir uns immer weiter in uns zurückziehen. Und um Erfahrungen des Vertrauens, die uns Mut machen, einen Schritt über das hinauszugehen, was wir schon kennen.
Dabei ermuntert uns die heutige Geschichte aus der Bibel, uns nicht zum Sklaven unserer negativen Erfahrungen zu machen, sondern im Vertrauen auf Jesus hin und wieder auch einen Fischzug gegen unsere Erfahrungen zu wagen - denn schließlich sind nicht unserer Erfahrungen der Maßstab aller Dinge, sondern Gott, der mit seiner Kraft jeden Tag neues Leben schafft. Und wer weiß, vielleicht erleben wir so ja auch unser eigenes blaues Wunder, so wie Petrus und seine Freunde in dieser Geschichte? Amen.
Die Orgel erklingt mit der Melodie des Liedes "Vertraut den neuen Wegen". Der Liedtext wird dazu vorgelesen:
Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil Leben wandern heißt. (EG 395)
weil Leben heißt: sich regen,
weil Leben wandern heißt. (EG 395)
Lasst uns miteinander und füreinander beten:
Barmherziger Gott,
steh uns bei,
dass wir uns nicht zum Sklaven
unserer Erfahrungen und Ängste machen,
sondern wir im Vertrauen auf dein Wort
in die Welt hinaus gehen,
um dort neue Erfahrungen zu sammeln:
Erfahrungen des Gelingens,
wo vorher alles hoffnungslos schien.
Erfahrungen des Vertrauens,
wo vorher Missgunst herrschte.
Erfahrungen des Friedens,
wo vorher Streit war.
Begleite uns bei unserem Aufbrüchen
mit deiner Kraft.
Wenn wir Rast machen, schenke uns Ruhe,
so dass auch wir zur Ruhe kommen,
und dort, wo wir scheitern,
schenke uns Hoffnung.
Bewahre uns so in deiner Liebe
und leite unsere Füße auf dem Weg des Friedens. Amen.
Wir beten weiter, miteinander und füreinander in der Stille
- Stilles Gebet -
Lasst uns nun gemeinsam mit den Worten des Vater unsers beten:
Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.
Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft,
Barmherziger Gott,
steh uns bei,
dass wir uns nicht zum Sklaven
unserer Erfahrungen und Ängste machen,
sondern wir im Vertrauen auf dein Wort
in die Welt hinaus gehen,
um dort neue Erfahrungen zu sammeln:
Erfahrungen des Gelingens,
wo vorher alles hoffnungslos schien.
Erfahrungen des Vertrauens,
wo vorher Missgunst herrschte.
Erfahrungen des Friedens,
wo vorher Streit war.
Begleite uns bei unserem Aufbrüchen
mit deiner Kraft.
Wenn wir Rast machen, schenke uns Ruhe,
so dass auch wir zur Ruhe kommen,
und dort, wo wir scheitern,
schenke uns Hoffnung.
Bewahre uns so in deiner Liebe
und leite unsere Füße auf dem Weg des Friedens. Amen.
Wir beten weiter, miteinander und füreinander in der Stille
- Stilles Gebet -
Lasst uns nun gemeinsam mit den Worten des Vater unsers beten:
Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.
Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft,
bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
Die Orgel erklingt mit der Melodie des Liedes "Geh unter der Gnade". Der Liedtext wird dazu vorgelesen:
Geh unter der Gnade,
geh mit Gottes Segen;
geh in seinem Frieden,
was auch immer du tust. (NL 139)
Wir hören auf den Wochenspruch für die kommende Woche:
geh mit Gottes Segen;
geh in seinem Frieden,
was auch immer du tust. (NL 139)
Wir hören auf den Wochenspruch für die kommende Woche:
Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben,
und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Eph. 2,8)
Empfangt nun den Segen Gottes:
Empfangt nun den Segen Gottes:
Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.
Amen
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.
Amen
Orgelnachspiel
(Pfr. Paul Wassmer)
