
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“
(II. Tim. 1,7)
sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“
(II. Tim. 1,7)
Besinnliches
Liebe Leserin und Leser des GemeindebotenIn welchem Geist leben Sie?
Im Geist der Angst? Verständlich wäre dies. Schließlich ist in diesen Zeiten vieles so unsicher wie schon lange nicht mehr. Wer kann sich über diese Unsicherheiten schon einfach so hinwegsetzen?
Oder leben Sie im Geist der Abschottung? Etwa unter dem Motto: Augen zu und durch. Nichts mehr sehen. Nichts mehr hören. Weil alles zu viel ist. Auch das wäre verständlich. Schließlich sind mit jedem Tag die Meldungen über den Corona-Virus immer weniger zu ertragen.
Oder leben sie im Geist des Misstrauens? Haben Sie sich in ihre eigenen Ansichten und Meinungen eingeigelt, folgen nur noch ausgewählten Quellen im Internet, die sie in den letzten Wochen, in denen es so viel Zeit gab wie kaum zuvor, nach und nach für sich entdeckt haben? Auch das wäre zu verstehen. Schließlich tut es gut, sich in unsicheren Zeiten an etwas festzuhalten, das man selbst für sich entdeckt hat.
In welchem Geist leben Sie? Und in welchem Geist leben wir in diesen außergewöhnlichen Zeiten?
Diese Frage stellt uns jedes Jahr das Pfingstfest. Aber es stellt uns nicht nur die Frage, welchen Geist wir in uns tragen, es lädt uns auch ein, uns vom Geist Gottes berühren zu lassen. Dem Geist, der Hoffnung schenkt. Der Hoffnung, dass selbst nach dem größten Sturm wieder die Sonne scheint. Dem Geist, der frei macht. Frei von der Angst, die uns hindert, das Notwendige zu tun. Und dem Geist der Wahrheit, der uns hilft, die Augen zu öffnen und miteinander nach dem zu suchen, was uns gemeinsam trägt. Diesen Geist zu suchen - und uns von diesem Geist finden zu lassen, tut gut in diesen Zeiten, in denen sich die Türen langsam wieder öffnen. Damit wir die Chancen dieser offenen Türen nicht wieder verspielen, sondern miteinander einen Weg finden, die Krise zu meistern.
Ihr Pfr. Paul Wassmer
Gedanken zur Zeit
Was für Zeiten! Vor ein paar Monaten lebten wir noch in einer völlig anderen Welt, in der wir uns nicht um diesen seltsamen Corona-Virus kümmern mussten, und nun prägt dieser Virus unseren Alltag in einem Ausmaß, wir sich das kaum jemand am Anfang des Jahres noch hätte vorstellen können. Dabei ging der Wechsel unheimlich schnell. Innerhalb von nur wenigen Tagen wurde Mitte März das ganze Land still gelegt. Auch unsere evangelische Gemeinde wurde in dieser Zeit von der Krise überrollt. Als wir den letzten Gemeindeboten zur Druckerei schickten, konnte sich noch keiner vorstellen, dass nur wenigen Wochen später alles ausfallen sollte. So war der Gemeindebote noch voller Termine, die dann alle nicht mehr stattfinden konnten.Was dann kamen waren die Wochen des Lockdowns. Dies hieß für uns: alle Gemeindeveranstaltungen wurden abgesagt. Auch alle Gottesdienste. Nur auf der Internetseite unserer Gemeinde - oder in der Kirche - waren Bibeltexte, Gebete und Gedanken zu den Sonntagen zu finden. Schön war, dass sich am Musikflashmob am Ostersonntag so viele Menschen hier in Maulburg beteiligten. Sei es mit Akkordeon oder Geige, mit Gitarre oder Dudelsack. Viele ganz unterschiedliche Instrumente waren zu hören. Ich denke, so vielfältig ist das Lied „Christ ist erstanden“ an Ostern hier in Maulburg selten erklungen.Und nun sind seit Anfang Mai wieder neue Zeiten angebrochen. Am Sonntag, den 10. Mai, konnten wir zum ersten Mal nach dem Lockdown wieder zum Gottesdienst einladen. Wir haben die Möglichkeit, die uns der Gesetzgeber gab, sofort genutzt und ein Hygiene-Schutz-Konzept für die Gottesdienste entwickelt. Zu diesem Konzept gehört, dass die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher mit mehr Abstand zueinander in der Kirche sitzen. So ist in der Kirche nicht mehr so viel Platz wie früher. Auch gehört zu diesem Schutzkonzept, dass im Gottesdienst nicht miteinander gesungen wird. Und der Gottesdienst ist kürzer. Dies alles schmerzt. Aber wir können so zumindest wieder miteinander feiern und laden dazu herzlich alle ein.Wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht, ist noch offen. Im Moment sind für den ersten Juni und den ersten Juli weitere Lockerungen im Gespräch. Vielleicht ist es dann auch wieder möglich, zu Gemeindeveranstaltungen wie dem Frauen- und dem Männerkreis einzuladen. Wie es mit den Chören weitergeht ist dabei noch eine ganz eigene Frage. Zum Einen, weil das Singen momentan mit besonderen Auflagen versehen ist, zum Anderen, weil unsere Chorleiterin, Frau Stenger, noch immer erkrankt ist. So müssen Sie sich hier aus unterschiedlichen Gründen auf eine längere Wartezeit einstellen. Auch was größere Gottesdienste angeht, ist momentan noch vieles ungeklärt. So haben wir die Goldene und Diamantene Konfirmation auf das nächste Jahr verschoben und für die aktuellen Konfirmanden suchen wir im Moment noch nach einer guten Lösung. Dabei kann sich die Situation jederzeit wieder ändern, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Wir weisen darum auf die Internetseite unserer Gemeinde hin. Dort finden Sie die jeweils aktuellen Informationen zum Stand in unserer Gemeinde (Es gibt dort mittlerweile auch eine neue Unterseite mit dem Titel: Aktuelle Termine). Auch im Mitteilungsplatt der bürgerlichen Gemeinde Maulburg und im Schaukasten vor der Kirche können Sie aktuelle Informationen finden. Was wir aus diese Zeiten lernen können ist Demut. Auch in unserer hochtechnisierten Welt haben wir oft weniger in der Hand, als wir glauben. Was wir auch lernen können, ist zu vertrauen. Und in diesem Vertrauen Schritt für Schritt gemeinsam Wege durch die Unsicherheiten zu suchen.Dazu wünsche ich ihnen allen viel Kraft und Gottes Geist. Ihr Pfr. Paul Wassmer
Hoffnungsbrief
Dieser „kleine Gemeindebote“, den Sie im Moment in den Händen halten, nutzt ein Angebot unserer Hausdruckerei. So konnten wir diesen „Hoffnungsbrief“ kostenlos dort drucken lassen. Umgekehrt finden Sie auf der vorletzten Seite dieses Gemeindeboten eine Werbung der Druckerei.Termine
Im Moment sind noch alle Gemeindeveranstaltungen abgesagt. Dies kann sich allerdings schon bald ändern. Bitte informieren Sie sich über die Internetseite unserer Gemeinde, dem Schaukasten vor der Kirche und dem Mitteilungsblatt der bürgerlichen Gemeinde Maulburg über den jeweils aktuellen Stand. Auch sind alle größeren Feste (wie das geplante Gemeindefest im Sommer, der Suppensonntag an Erntedank) im Moment noch mit vielen Fragezeichen versehen. Ob und in welcher Form wir sie feiern können, muss der Kirchengemeinderat jeweils im Vorfeld anhand der dann geltenden Bestimmungen entscheiden.Gottesdienste
Wir freuen uns, im Moment wieder jeden Sonntag um 10.00 Uhr zum Gottesdienst einladen zu können. In der Kirche ist Platz für 25 bis 50 Personen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Kirche einmal voll sein sollte und Sie keinen Platz finden. Für die nächsten Monate verzichten wir auf Abendgottesdienste, es kann aber sein, dass wir im Sommer öfter zu Gottesdiensten im Freien einladen. Auch ist es im Moment noch nicht möglich, im Gottesdienst miteinander Abendmahl zu feiern.Der Tröster
Kein ZaubermittelKeine fromme Droge
Kein Besserwisser
Kein Ankläger
Kein Richter ist der Heilige Geist.Er ist ein Tröster
für die, die sich alleine fühlen
für die, die an ihre Grenzen stoßen
für die, die nicht weiterwissen
für die, die einen Halt brauchen
für dich und mich.
Kein Besserwisser
Kein Ankläger
Kein Richter ist der Heilige Geist.Er ist ein Tröster
für die, die sich alleine fühlen
für die, die an ihre Grenzen stoßen
für die, die nicht weiterwissen
für die, die einen Halt brauchen
für dich und mich.
Reinhard Elsel
(Dieser Gemeindebote hatte aufgrund der äußeren Umstände einen weitaus geringeren Umfang als gewöhnlich und erschien im Din-A-5 Format.)
